Die Lunge

Raucherlunge, Atemnot, Husten, Sauerstoff, COPD

sind wichtige Begriffe in meinem Leben geworden. Raucherlunge, Atemnot, Bronchitis oder auch Husten, dies alles findet sich in der Krankheit COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung) wieder. Seltener auch als COLD bezeichnet. COLD der Sammelbegriff einer Gruppe von Krankheiten, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot bei Belastung gekennzeichnet sind. In erster Linie sind die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem zu nennen. Beide Krankheitsbilder sind dadurch gekennzeichnet, dass vor allem die Ausatmung behindert ist. Umgangssprachliche Bezeichnungen sind „Raucherlunge“ für die COPD und „Raucherhusten“ für das Hauptsymptom. Weltweit dürften etwa 600 Millionen Menschen an COPD erkrankt sind. Damit muss von einem weltweiten Problem gesprochen werden. In den USA ist COPD die vierthäufigste Todesursache. Es ist eine Volkskrankheit. In der Liste der 10 häufigsten Krankheiten ist sie die einzige, deren Häufigkeit zunimmt.

Fast alle COPD-Patienten rauchen, haben geraucht, oder kamen mit Rauch über eine längere Zeit in Berührung. Die hohe Konzentration an freien Sauerstoffradikalen im Atemtrakt beinträchtigt die Schutzmechanismen der Lunge. Grund: die vielen negativen Inhaltsstoffe des Tabakrauchs.

Die zunehmende Belastung der Atemluft mit Schwefldioxid erklärt die zahlreichen Beschwerden von COPD-Patienten. 

Eine häufige Ernährung mit Nahrungsmitteln, die Nitrit oder Nitritpökelsalz enthalten, wie Schinken oder Wurst, erhöht nach einer Studie das COPD-Risiko. Ursache scheint die Bildung reaktiver Stickstoffverbindungen zu sein, die zu emphysem-ähnlichen strukturellen Veränderungen in der Lunge führen können.

Als Belastungsdyspnoe wird eine unter Belastung auftretende Atemnot bezeichnet. Ihr Ausmaß nimmt im Verlauf der Erkrankung zu und kann zu einer vollständigen Bewegungseinschränkung (Immobilität) der Patienten führen. Wichtig zur Beurteilung des Krankheitsverlaufes ist die Ermittlung des jeweiligen Ausmaßes der Einschränkung. Beispielsweise wird nach der Anzahl der Treppenstufen gefragt, ab der Luftnot auftritt. Während bei der COPD die Belastungsdyspnoe meist bereits am Anfang der Belastung auftritt, tritt sie beim Asthma bronchiale eher zum Ende hin auf.

Die Diagnose richtet sich nach den Beschwerden des Patienten, in erster Linie aber nach den Ergebnissen der Lungenfunktionstests. 
Schweregrad 

Beschwerden
1 (leicht) < 70 % 80 % mit/ohne Symptomatik (Husten, Auswurf)
2 (mittel) < 70 % 50–80 % mit/ohne chronischen Symptomen (Kurzatmigkeit,
Husten und Auswurf)
3 (schwer) < 70 % 30–50 % mit/ohne chronischen Symptomen (Kurzatmigkeit,
Husten und Auswurf)
4 (sehr schwer) < 70 % < 30 % oder
< 50 % und chron. respiratorische Insuffizienz
Lebensqualität merklich beeinträchtigt,
Exazerbationen können lebensbedrohlich sein

Das Behandlungsziel besteht darin, das Fortschreiten der Erkrankung zu mindern oder aufzuhalten und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern. Voraussetzung jeder sinnvollen Behandlung ist, zunächst schädigende Einflüsse auszuschalten. Dazu muss das Rauchen aufgegeben werden, auch Passivrauchen ist zu vermeiden. Die Beendigung des Rauchens ist die einzige Möglichkeit, nachweislich die Prognose der Erkrankung zu verbessern.

Die Behandlung der COPD erfolgt überwiegend mit inhalierbaren Medikamenten, die als Dosieraerosole oder Pulverinhalatoren verabreicht werden, seltener als Inhalationslösungen, die mit elektrisch betriebenen Inhalatoren vernebelt werden.

Atemhilfe: Bei chronischer respiratorischer Insuffizienz durch COPD gibt es Möglichkeiten der Atemhilfe: Sauerstoff-Langzeittherapie und Beatmungsformen. 

Eine langfristige Zufuhr von Sauerstoff (Sauerstoff-Langzeittherapie) über eine Nasenbrille kann das Befinden erheblich bessern und Komplikationen wie Lungenhochdruck und Rechtsherzinsuffizienz zurückhalten. Es kann zu einer Verbesserung der Lebenserwartung kommen, wenn die Sauerstoff-Langzeittherapie früh genug im Krankheitsverlauf einsetzt und über bis zu 24 Stunden am Tag angewendet wird. Zur Anwendung zuhause gibt es verschiedene Systeme (Flüssigsauerstoff, Sauerstoff-Konzentrator). Dabei sind transportable Geräte besonders für Patienten geeignet, die mobil sind. Verhindert werden muss, durch Auswahl eines entsprechenden Systems, dass eine Immobilisierung des Patienten stattfindet.

Bei einer respiratorische Globalinsuffizienz, ist Hilfe über eine Beatmung möglich. Auch hier kann die Behandlung mit geeigneten Geräten zu Hause durchgeführt werden. Eine ventilatorische Insuffizienz bedeutet, dass der Körper die notwendige Atemarbeit (Arbeitsleistung der "Atempumpe") nicht mehr aufbringen kann. 

Die Heimbeatmungstherapie oder auch „intermittierende Selbstbeatmung“ genannt, verfolgt den Zweck, die Atempumpe durch vorwiegend nächtliche Beatmung so zu entlasten, dass die erholte Atempumpe in der beatmungsfreien Zeit leistungsfähiger wird.